Besuch beim Hoaschdenger Maibaum

Über einen Heimat- und Sachunterricht der besonderen Art durften sich die Kinder der 2., 3. und 4. Jahrgangsstufe in den beiden Wochen nach den Osterferien freuen: Sie waren zu Gast im Wachstüberl beim Hoaschdenger (Heimstettener) Maibaum.

Dort duften die Kinder erstmal auf den Maibaum kraxeln. Von den beiden Schülervätern Herrn Glasl und Herrn Rosenlehner erfuhren die Kinder dann alles Wichtige über die Beschaffenheit, die Größe und das Gewicht des Baumes und wie dieser bearbeitet werden muss, um dann schließlich feierlich als weiß-blauer Maibaum aufgestellt werden zu können.

Bei Limo, Wasser und Brezn wurde anschließend im Wachstüberl die Traditon des Maibaumbrauches erklärt. Besonders spannend waren dabei die zahlreichen Geschichten rund um das Thema „Maibaumklau“ und natürlich interessierte es auch alle, mit welchen Tricks dieser verhindert werden kann. So genügt es nämlich schon, nur eine Hand auf den Baum zu legen und dabei den Spruch „Der Baum bleibt hier“ zu sagen, allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass der Maibaum sich noch innerhalb des Ortsschildes befindet. So gut bewacht gelang es auch bisher noch nie, den Hoaschdenger Baum zu stehlen!

Und was machen die Maibaumwachen, um sich die Zeit etwas zu vertreiben? Sie musizieren und tanzen! So tanzten die Kinder begeistert zu dem Lied: „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“. Als weiterer Zeitvertreib während der langen Maibaumwachen wird auch häufig das „Nageln“ gespielt. Davon, dass es gar nicht so einfach ist, einen Nagel mit einem Spezialhammer mit möglichst wenigen Schlägen in einen Baumstumpf zu bringen, konnten sich die Lehrerinnen schließlich unter den Anfeuerungsrufen der Kinder in einem Duell selbst überzeugen.

Der Besuch im Wachstüberl hat allen großen Spaß gemacht und ein ganz herzliches Dankeschön geht an Herrn Glasl und Herrn Rosenlehner, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht haben!

     

Susanne Keßler